Was mache ich / Erwachsenentheater / Expected Overlaps
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MS Tanzwerk's
neue faszinierende Produktion zu Kleist

"Begeisterter Applaus für dramatische und bildmächtige Geschichte. Der neue Tanzabend der Compagnie ms-tanzwerk „Expected Overlaps“ macht optisch auf der Bühne einiges her. Mario Heinemann Jaillet ist ein Fachmann für Schnittstellen. Für die zwischen Tanz und Bewegung, zwischen Performance und Provokation... Um Grenzen und Distanzen geht es
Heinemann." ... " Seine kühle Distanz zum Tanz ist gewollt. ... Nicht die Virtuosität im Tanz, sondern die Durchforstung Kleistscher Denkprozesse sind ihm wichtig." ...Was als satirische Spitze Kleists gegen das zeitgenössische Theater Ifflands gedacht war, bildet Heinemann auf das jugendliche Selbstmörderpaar Kleist/Vogel – und einen trefflichen Puppenspieler ab. Werner Ries lässt die Zuschauer brav chorisch die berühmte Anwesenheitsfrage bejahen und beherrscht auch sonst sein Handwerk sprachlich wie puppenspielerisch exzellent. Er bleibt im altväterlichen Jahrmarktsduktus von einst und kippt das Kasperl-Theater in maliziösen Gewaltorgien Richtung Faust, Don Giovanni und Quentin Tarantino."
Mit exzellenten Darstellern leuchtet MS Tanzwerk diesmal Kleist aus. ...
Jeannette Neustadt

 

Was verbindet Puppe und Mensch? PERFORMANCE:
Eine weitere Premiere des ms-tanzwerks im Theater Felina Areal

Mannheim. "Expected Overlaps" nennt sich der neue Tanzabend, der am 24. September, 19,30 Uhr, im Mannheimer Theater Felina Areal (Holzbauerstraße 6-8) Premiere hat. Die Übersetzung des Titels lautet "Erwartete Überschneidungen". Darunter verstehen der Choreograf Mario Heinemann Jaillet und die Choreografin Regina Baumgart "Gemeinsamkeiten, Überlappungen, Grenzen und Distanzen zwischen Menschen, die sich kennen, nicht kennen oder lange nicht gesehen haben." Es handelt sich um eine Produktion der Compagnie ms-tanzwerk, die im Jahr 2000 gegründet wurde und nationale wie internationale Anerkennung gefunden hat. Das belegen ein New Yorker Choreografie-Preis und der Stuttgarter Theaterpreis. Das Programm setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der Beginn von Mario Heinemann Jaillet thematisiert den Selbstmord des Dichters Heinrich von Kleist. Er hat seine Geliebte und sich am 21. November 1811 erschossen.
Da Kleists Essay "Über das Marionettentheater" als Basis dieses Projekts dient, gehört zu den Darstellern auch der Puppenspieler und Theaterpädagoge Werner Ries. Er ist einer der Klinikclowns im Heidelberger Verein "xundlachen". Neben ihm treten Gaelle Morello (Tanz) und Nicolas Menze (Theaterakademie Mannheim) auf. ... ML
Morgenmagazin
24. September 2009

 

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